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EMPOWER-Studie: Aufklärungsvideo lässt Thrombosen früher erkennen

Neu-Isenburg, 13. Oktober 2021

Anlässlich des heutigen Welt-Thrombose-Tages ruft LEO Pharma gemeinsam mit dem nationalen „Aktionsbündnis Thrombose“ und europäischen Patientenverbänden zum Aktionstag „Patient Empowerment: Patienten stark machen mit validen Informationen“ auf. Wie bedeutend Patient-Empowerment durch den Einsatz eines Aufklärungsvideos sein kann, zeigt die EMPOWER-Studie.

“Trotz großer Verbesserungen in der Krebsbehandlung verlieren wir immer noch zu viele Patienten durch krebsassoziierte Thrombosen. Wir können dies ändern, indem wir eine individuelle Thrombose-Risikobewertung unserer Krebspatienten durchführen“ ermahnt Prof. Dr. med. Rupert Bauersachs, Wissenschaftlicher Leiter des „Aktionsbündnisses Thrombose“. 

Wie erfolgreich Patient-Empowerment sein kann, zeigt die EMPOWER-Studie. Sie sollte herausfinden, ob der Einsatz eines Aufklärungsvideos unter Krebspatienten dazu beitragen kann, Thrombosen frühzeitiger zu erkennen.

“Die Patientenaufklärung über tumorassoziierte Thrombosen ist äußerst wichtig. Der Einsatz dieses Informationsvideos für Patienten, die eine systemische Krebstherapie erhalten haben, führte dazu, dass Patienten ihre klinischen Symptome einer venösen Thromboembolie (VTE) 6 Tage früher dem Arzt anzeigten“ so Professor Dr. med. Rupert Bauersachs.

Bei der EMPOWER-Studie wurde ein „mixed-methods“ Ansatz verwendet, bestehend aus klinischen Audit-Daten, Patientenbefragungen und Interviews mit Hauptakteuren. Die Zeit zwischen dem Auftreten von VTE-Symptomen und dem Aufsuchen eines Arztes wurde routinemäßig bei Patienten mit einer durch systemische Krebstherapie ausgelösten VTE erfasst, die an einem regionalen Dienst für Krebs-assoziierte Thrombose teilnahmen. Das Video wurde dann im regionalen Krebszentrum für 3 Monate eingesetzt. Primärer Endpunkt war die Zeit vom Auftreten erster Symptome bis zur Vorstellung beim Arzt: Verglichen wurden hier Patienten des regionalen Krebszentrums (mit Video) mit denen des Bezirkskarankenhauses (ohne Video).

Weitere Ergebnisse waren, welche Auswirkungen die Nutzung des Videos auf die Ressourcen in der Radiologie, auf den Wissensstand der Patienten sowie die Sichtweise der Krankenschwestern in der Chemotherapie hatte.

Die Einführung des Videos war mit einer Verkürzung der durchschnittlichen Zeit bis zur Vorstellung von 8,9 auf 2,9 Tage (0,33 Hazard Ratio; 95% Konfidenzintervall, 4,5-7,4; P < 0,0001) verbunden. Dies könnte ein größeres Bewusstsein für VTE wiederspiegeln, was zu einer früheren klinischen Vorstellung bei Auftreten von zuordnenbaren Symptomen führt.

Schlussfolgerung:  Der Einsatz des Videos führte zu einer Verkürzung des Zeitraums zwischen dem ersten Auftreten von Symptomen und der Diagnose der VTE um 6 Tage.

Verfügbar ist das Video auf der neuen Patienten-Website von LEO Pharma www.thrombose-im-griff.de

  • Baddeley E. et al. A mixed-methods study to evaluate a patient-designed tool to reduce harm from cancer-associated thrombosis: The EMPOWER study. Res Pract Thromb Haemost. 2021; 5:e12545.

 

Kontakt:

LEO Pharma GmbH
Unternehmenskommunikation
Thomas Schick
Frankfurter Straße 233, A3
63263 Neu-Isenburg
Telefon: 06102 / 201-261
Telefax: 06102 / 201-200
Mail: tscde@leo-pharma.com

 

Kurzinfo EMPOWER:

  • Einleitung: Die venöse Thromboembolie (VTE) ist eine häufige und schwerwiegende Komplikation der systemischen Krebstherapien. Verzögerungen bei der Vorstellung beim Arzt erhöhen das Risiko von Tod oder langfristiger Morbidität.
  • Hintergrund: Eine Patientenorganisation entwickelte ein Informationsvideo für Patienten, die eine systemische Krebstherapie erhalten. Das Video zeigt auf, was beim Auftreten von VTE-Symptomen zu tun ist. Eingesetzt wurde das Video in einem regionalen Krebszentrum  und seine Wirkung mit einem Bezirkskrankenhaus verglichen, in dem das Video nicht verwendet wurde.
  • Methoden: Es wurde ein „mixed-methods“ Ansatz verwendet, bestehend aus klinischen Audit-Daten, Patientenbefragungen und Interviews mit Hauptakteuren. Die Zeit zwischen dem Auftreten von VTE-Symptomen und dem Aufsuchen eines Arztes wurde routinemäßig bei Patienten mit einer durch systemische Krebstherapie ausgelösten VTE erfasst, die an einem  regionalen Dienst für Krebs-assoziierte Thrombose teilnehmen. Das Video wurde dann im regionalen Krebszentrum für 3 Monate eingesetzt. Das primäre Ergebnis war der Unterschied in der Zeit bis zur Vorstellung mit VTE-Symptomen zwischen Patienten, die von dem regionalen Krebszentrum bzw. dem Bezirkskrankenhaus (welches als Kontrolle diente) behandelt wurden. Weitere Ergebnisse waren, welche Auswirkungen die Nutzung des Videos auf die Ressourcen in der Radiologie, auf den Wissensstand der Patienten sowie die Sichtweise der Krankenschwestern in der Chemotherapie- hatte
  • Ergebnisse: Die Einführungdes Videos war mit einer Verkürzung der durchschnittlichen Zeit bis zur Vorstellung von 8,9 auf 2,9 Tage (0,33 Hazard Ratio; 95% Konfidenzintervall, 4,5-7,4; P < 0,0001) verbunden. Dies könnte ein größeres Bewusstsein für VTE widerspiegeln, was zu einer früheren klinischen Vorstellungbei Auftreten von zuordnenbaren Symptomen führt.
  • Schlussfolgerung: Der Einsatz des Videos führte zu einer Verkürzung des Zeitraums zwischen dem ersten Auftreten von Symptomen und der Diagnose der VTE um 6 Tage.
  • Baddeley E. et al. A mixed-methods study to evaluate a patient-designed tool to reduce harm from cancer-associated thrombosis: The EMPOWER study. Res Pract Thromb Haemost. 2021; 5:e12545.
 
Ihr Pressekontakt

Thomas Schick

Pressesprecher
Tel: 06102 201 261